Ein wenig

Biographie

In Kurzform

Teil 3

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     Ende 1958 begann eine Pressekampagne gegen Romy, deren Ursache die Flucht nach Paris war. Romy in den Armen eines Franzosen, das war Landesverrat.  Romy hatte noch einige Filmverpflichtungen. Bei der Stimmungslage wäre ein Flop zu erwarten.

   1959 entschloss man sich, eine Verlobung zu inszenieren. In der Villa vom Stiefvater Blatzheim, am Luganosee. Die Presse wurde informiert, duzende Fotografen waren anwesend, es wurde eine heile Welt dargestellt, die die Verbindung zu Alain ins saubere Licht rücken sollte.

  Die Rollen wurden nun vertauscht. Romy wurde zum Begleiter Alains, dessen Karriere anstieg. Sie war bei Dreharbeiten dabei, begleitete Alain nach Mailand und Rom.

   Über Alain lernte Romy den Regisseur Lucchino Visconti kennen. Ein Meilenstein in ihren Leben. Visconti inszenierte in Paris ein Theaterstück. Titel : " Schade, dass sie eine Hure ist...." Ein inzestöses Thema zwischen Geschwistern. Alain sollte den männlichen Part spielen. Ohne zu zögern bot er Romy die Hauptrolle an.  Sie hielt das für einen Scherz und lehnte ab. Romy war bis jetzt noch nie auf einer Theaterbühne gestanden. Dazu kam noch die Unsicherheit mit der Sprache. Ein perfektes französisch war erforderlich. Das konnte sie nicht annehmen. Visconti, ein Vertreter eines alten italienischen Adelsgeschlechtes, traf mit dem Vorwurf " Wenn du zu feig bist, dann...." Romys Ehre. Sie entschied, die Rolle anzunehmen.

    Die Proben waren qualvoll. Visconti brachte beide Darsteller zur Verzweiflung. Die Premiere 1961 musste verschoben werden, da Romys Blinddarm entfernt wurde.

 Am 29. März 1961 fand die Premiere statt. Viel Prominenz war anwesend, auch Magda und Bruder Wolf Dieter waren unter den Zuschauern. Sie erlebten eine großartige Romy, und feierten begeistert den Abend. Romy war über ihren Schatten gesprungen. Sie hatte, mit Hilfe Alains, das Unmöglich scheinende geschafft.

  Ein Jahr später ging Romy mit Tschechows "Möwe" auf Tournee. Eine Vorstellung fand auch in Baden-Baden statt. Visconti setzte Romy in seinem Film "Der Job", ein Teil der Trilogie "Boccaccio 70"ein. Romy spielt eine Adelige, deren Mann sie mit Callgirls betrügt. Sie beschließt, ihm nur noch bezahlte Liebeseinheiten zu gewähren. In dieser Rolle war Romy erstmals oben ohne zu sehen.

   Mit Alain wohnte sie in dessen Wohnung in der Avenue de Messine

 1963 drehte Romy zwei Filme in den USA. Als sie nach Paris zurückkehrte, fand sie einen Blumenstrauß vor mit der Nachricht, dass Alain sich für eine Andere entschieden hatte.